Neujahresfreuden - Musik hören
Nach einiger Zeit habe ich mich wieder einmal dem yheimischen Musikschaffen zugewendet. Die letzte CD aus schweizer Prägung kam diesen Sommer per Post: nachdem ich auf dem Bundesplatz Tomazobi hörte, wollte ich die Kuh unbedingt im Wohnzimmer anbinden. Natürlich geht nichts über eine Livedarbietung dieser Herren, aber wenn’s zu winterkalt ist, um ihnen live in den Lauben vor dem Krompholz beizuwohnen, sorgt auch die Konservenmusik in der Stube für gesichtsbreites Grinsen und Geistesreisen in wärmere Gefilde.
Äbe, zu den neusten Anschaffungen: Beim Max Havelaar der Musikläden, meinem Lieblings online-Shop Calabash Music, der selbsternannten “World’s First Fair Trade Music Company”, stolperte ich über eine Zusammenarbeit von Max Lässer und dem Südafrikaner Madala Kunene, welche ich mir käuflich herunterzuladen nicht verkneifen konnte. Schon beim ersten Reinhören lullt einem die Musik ein, wunderschön, wie die Songs über liebevoll aufgebauten repetitiven Beats dahinplätschern, darüber der erzählende Gesang Kunenes und Lulu Plaatjies. Trotz schnellen Gitarrenpassagen wirkt die Musik stets gemächlich und die Nachvertonung einiger Stücke mit Schlagzeug, Keyboards und Bläsern stützt den Groove ohne aufgesetzt zu wirken. Ein herrliches Album für Sonntagnachmittage. Übrigens: Bei Calabash Music gibt’s jeden Dienstag und Freitag einen gratis Song zum herunterladen!
Ganz anders tönt di nöji von Werner Hasler. Seine Trompeteneinlagen kenne ich von der CD manufactur #1, einer sphärisch-Drum’n'Bassigen Jazz-Scheibe von Ende 90er Jahre (auf welcher sogar ein Analogmodem musikalisch wird!). Das Zwischennetz führte mich irgendwie zu Wameedd, einer Fusion von arabischem Gesang von Kamiliya Jubran und Haslers Elektronik. Meine manufactur-geprägte Erwartung, ein Chill-Out-Album à la Café Arabesque (ein arabisch angehauchtes Café del Mar) zu erstehen, ward beim ersten Hören arg durchgerüttelt. Aus den Boxen rieselte nicht belangloser Shisha-Sound, keine hintergrundigen Grooves mit lieblichen, leicht exotischen Melodien. Was da daherkam eignete sich in keiner Weise als (be)liebliche Hintergrundbeschallung, sondern verlangte die ganze Konzentration des Hörers. Mehr dazu in Bälde hier…
January 13th, 2006 at 9:56 pm
Der Werner Hasler? Der hat anno dazumal mal meine Schülerband geleitet. Darf ich mal reinhören?
January 14th, 2006 at 10:18 am
Natürlich! Wir machen per SMS was ab…