Eine unglaubliche Reise in Marokko - I: Prolog
Nun höret Ihr Leut die gar sondersame Geschichte, welche vor und in Marokko sich zuträgt. Im Folgenden erzähle ich Euch von einer Reise an die Grenzen des Verständnisses.
Während der Lernzeit für die Fürsprecherprüfung überkam mich von Zeit zu Zeit das Fernweh. Ich sank in Tagträumereien, die oberste Plattform der Biblere in der Unitobler verwandelte sich langsam in das Deck eines Schiffes, das Rauschen der Lüftung wurde zur Brandung der Wellen und die
Hängematte im Kaffeeräumchen der Germanisten einen Stock tiefer begann sich unter Palmen zu wiegen.
In so einer Phase begab es sich also, dass ich, mich nach Marokko sehnend, im Geiste die Felswände der Todraschlucht erklimmend, mich an einige Kletterer und Klettererinnen wandte, ob sie für ein ebendiese Aktivität in selbigem Land zu gewinnen wären. Alle waren von der Idee begeistert, aber hatten bereits Pläne für die Zeit über Auffahrt und Pfingsten, ausser Karin, die ich von der Salsaszene kenne. Sie war sehr gwundrig auf Marokko und meinte, sie würde auch gut genug klettern (ein 6b+ möge sie schon, was ich ihr wirklich nicht zugetraut hätte). Um die Kosten möglichst tief zu halten, beschlossen wir, mit Easyjet nach Malaga zu fliegen und von dort mit Bus und Fähre nach Marokko überzusetzen.
Im Januar oder Februar wollte ich die FLüge buchen. Wegen einem … ehum … Liquiditätsengpass auf meiner Kreditkarte bat ich sie, die Flüge auf der Website von Easyjet zu buchen, was sie mir wenig später bestätigte. Vorletzte Woche, d.h. eine Woche vor dem Abflug, bat ich sie, mir die Bestätigungsmail zu forwarden, damit ich die Zeit und den Eincheck-Code auch hätte. Sie verplämpelte das irgendwie.