Die richtige Reise in Marokko - Teil I: Chefchaouen
Die Ereignisse mit Karin überschlugen sich gestern und werden konpliziert. Zu gegebener Zeit kann ich vielleicht darüber berichten, für den Moment hat aber so viel zu genügen: Ich reise nun alleine, ohne sie hier in Marokko gesehen zu haben.
Nach dem Lärm, Gestank und der Hitze von Tanger geniesse ich die Entspannung des Bergdorfes Chefchaouen im Rif-Gebirge. In einem schön renovierten und zum Hotel umgestalteten Haus in der Medina liess ich mich nieder, vor dem Zimmer bereitet sich der grüne Teppich der Reben aus, die die Terrasse decken. Am Morgen wecken mich die Vögel aus ihren Nestern in der Backsteinmauer und natürlich der preisende Ruf der Muezzins.
Das Städtchen erinnert mit seinen blau getünchten engen Gassen an ein griechisches Fischerdorf und die Stimmung auf dem Platz des Sehens und gesehen werdens fühlt sich wie auf einer Piazza am Mittelmeer an. Ein paar Eindrücke von gestern und heute mit der Handykamera:
Der Eindruck täuscht nicht: Die Stadt ist am Morgen und Vormittag relativ leer. Erstaunlich, ruft doch der Muezzin bereits um ca 4h zum Gebet! Ob die Morgenträgheit damit zu tun hat, dass der Hammam für die Männer bis um Mitternacht geöffnet ist; oder aber dem Hauptbeitrag zum BSP des Städtchens, dem omnipräsenten Kif, zuzuschreben ist, vermochte ich bisher nicht zu eruieren.